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Titelbeschreibung

Aloisi Masella, Gaetano (Cajetan), ital. Kurienkardinal (1826-1902): Eigenh. Brief m. Unterschrift.

München, 20. X. 1860. 2 S., 4°.

?Am 3. Juni 1849 empfing er die Priesterweihe. Am 22. Mai 1877 ernannte ihn Papst Pius IX. zum Titularerzbischof von Neocaesarea in Ponto. Die Bischofsweihe spendete ihm Alessandro Kardinal Franchi. Im selben Monat wurde Gaetano Aloisi Masella zum Apostolischen Nuntius der Apostolische Nuntiatur in München ernannt. Als solcher konferierte er im Jahr 1878 mit Otto von Bismarck während dessen Kuraufenthalt in Bad Kissingen. Im September 1879 wechselte er als Nuntius nach Portugal. Im November 1883 wurde er an die Kurie nach Rom berufen und wurde am 14. März 1887 durch Papst Leo XIII. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Tommaso in Parione in das Kardinalskollegium aufgenommen. 1893 wechselte er zur Titelkirche Santa Prassede. Von 1899 bis 1902 war er Präfekt der Heiligen Ritenkongregation. Er war der Onkel des späteren Kardinals Benedetto Aloisi Masella, den er selbst am 1. Juni 1902 zum Priester weihte? (Wikipedia). - Der Empfänger des auf Französisch abgefassten Briefes ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.

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