Haendlerid: 7767 Sachgebiet: Romanische Literatur und Sprachen
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(BARCLAY, John):
Argenis. Nunc primum illustrata (u. BUGNOT, GABRIEL). Archombrotus et Theopompus sive Argenidis secunda & tertia pars, ubi de institutione principis. 2 Bände. Leiden u. Rotterdam, Hack, 1664-69. 13 Bl., 637 S., 7 Bl.; 11 Bl., 624 S., 8 Bl. Mit illustriertem Kupfertitel (wiederholt) u. 1 ganzseitigen Porträtkupfer. Leder d. Zeit (stark berieben, Vordergelenk von Band 2 mit Einriß). Barclays berühmter Staatsroman, zugleich politische Abhandlung, historische Allegorie u. Ritterromanze. Zuerst 1621 erschienen, als glückliche Verbindung von Unterhaltung u. Belehrung in ganz Europa beliebt u. als Muster weltläufiger Bildung teilweise sogar als Schullektüre eingeführt. "Richelieu kannte das Werk, und es scheint, dass er sich in Einzelzügen seiner Politik davon leiten ließ, Leibniz soll den Roman noch auf dem Sterbebett gelesen haben, Rousseau schätzte, Cowper und Coleridge priesen die Argenis" (KNLL II, 219). Ihr enormer Erfolg veranlaßte mehrere Autoren, Fortsetzungen zu verfassen. Hier mit dem Erstdruck der Fortsetzung Bugnots, einem Fürstenspiegel mit gedruckter Widmung an Ludwig XIV. - Brunet I, 652; Barbier IV, 1159. - Etwas gebräunt.
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BOURSAULT, Edmé:
Théatre de feu. Nouvelle edition, revue, corrigée et augmentée de plusieurs piéces, qui n'ont point paru dans les précedentes. 3 Bände. Paris, F. Le Breton, 1725. Zusammen über 1200 S. Halbleder d. Zeit, Spiegel mit Kattunpapier bezogen (etwas berieben u. bestoßen, 2 Gelenke mit kurzen Einrissen, Rücken am Kopf mit kleinen Ausbrüchen). Frühe Ausgabe des dramatischen Werkes Boursaults (1638-1701). Sie enthält auch sein Meisterwerk, die Komödie "La comedie sans titre ou le Mercure galant" mit Szenen aus der Redaktion des ersten Unterhaltungsblattes Frankreichs, des "Mercure galant". - Cioranescu I, 15907. - Etwas gebräunt, erste Bl. in Band 1 leicht wasserrandig. Modernes Exlibris.
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(DU NOYER, Anne Marguerite née Petit):
Lettres historiques et galantes de deux dames de condition, dont l'une étoit à Paris, et l'autre en province. Ouvrage curieux. Nouvelle édition, revue, corrigée, augmentée et enrichie de figures. 5 Bände. Amsterdam, Brunel, 1732. Zusammen über 2400 S. Mit 4 (statt 5?) gestochenen Frontispizen u. 3 gefalteten Kupfertafeln. Leder d. Zeit mit reicher Rückenvergoldung (etwas berieben, Ecken u. 2 Kapitale bestoßen). Erste Amsterdamer Ausgabe (die Erstausgabe erschien in Köln 1704). Die Beobachtungen, die sie ihren Briefen formuliert, hat Madame Du Noyer auf ihren Reisen gesammelt: "Ces lettres contiennent des anecdotes secrettes; elles sont entremêlées d'avantures curieuses" (zit. nach Hayn/G. II, 94). Eine der beiden Briefpartnerinnen schreibt jeweils aus der Hauptstadt, die andere u.a. aus Lyon, Fontainebleau, aus Aachen, Utrecht und Den Haag. Am Schluß des 5. Bandes findet sich neben den Memoiren des Monsieur Du Noyer - er schildert dort die Beeinträchtigungen des häuslichen Lebens durch geldgierige u. heuchlerische Glaubensgenossen seiner Frau - eine Komödie von Mme Du Noyer: La mariage precipité. Die Falttafeln zeigen u.a. eine Ansicht u. einen Plan von Utrecht sowie Wappendarstellungen, die Frontispize zwei Ansichten, eine galante Szene u. eine allegorische Darstellung. - Gay/L. II, 840 f.; Barbier II, 1275 (andere Ausgaben). - Leicht gebräunt u. vereinzelt braunfleckig oder schwach wasserrandig. Titel jeweils mit altem Namenseintrag.
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ROUSSEAU, J. B - GACON, Francois:
Anti-Rousseau, par le poete sans fard. 2 Teile in 1 Band. Rotterdam, Fritsch et Böhm, 1712. XII, 534 S., 1 weißes Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochener Titelvignette u. 1 gefalteten Kupfertafel. Leder d. Zeit mit Rückenvergoldung u. Rückenschild (etwas berieben, 1 Ecke bestoßen, Gelenkbezüge u. Innengelenke eingerissen). Zweiter Druck (?) der ersten Ausgabe der "histoire satirique de la vie et des ouvrages de M. Jean-Baptiste Rousseau". Die Schrift enthält hauptsächlich Gedichte gegen Rousseau, die jeweils rückseitig erläutert werden, Rondeaus, Balladen, Epigramme, Oden, Parodien auf Rousseaus Couplets, eine gereimte "Histoire veritable et remarquable, arrivée à l'endroit d'un nommé Roux, fils d'un cordonnier, lequel aiant renié son pére, le diable en prit possession" (dazu das gefaltete Kupfer) etc. Ab Seite 420 folgt eine Dokumentation über den Prozeß, den Joseph Saurin, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, gegen Jean Baptiste Rousseau wegen dessen "Couplets" führte. Er endete damit, daß Rousseau 1712 wegen seiner frechen Epigramme auf Pariser Gelehrte und unzüchtigen Lieder sowie wegen seiner satirischen Gedichte gegen die Religion für immer aus Frankreich verbannt wurde. - Mit einem reizvollen, "beau frontispice" (Cohen/R.), das Apoll zeigt, der einem Satyr die Maske vom Gesicht reißt.- Krauss/Fontius 3150 (nennt 2 Drucke mit 512 und - wie hier - mit 534 Seiten); Cioranescu II, 29968 (zählt 512 Seiten); Cohen/Ricci 417; Lewine 200. - Gebräunt, die Tafel unten angeschnitten. Vorsätze fleckig u. vorn mit neuerem Sammlerstempel.
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LENCLOS, Ninon de:
Lettres au Marquis de Sévigné. 2 in 1 Band. Amsterdam, Joly, 1750. 1 Bl., VIII, 120 S.; 1 Bl., 128 S. Leder d. Zeit mit Rückenschild u. Rückenvergoldung (berieben, Ecken leicht bestoßen, Randausschnitt am vorderen freien Vorsatz ergänzt). Einfache Ausgabe (ohne Kupfer) des Originalverlags im Jahr der Erstausgabe. Diese galanten Briefe der "grössten Künstlerin der Liebe" an den Marquis de Sévigné zählen zu Ninons apokryphen Werken. Dazu Cohen/Ricci 621: "Edition originale de ces jolies lettres qu'on attribuait jadis à l'avocat Louzis Damours, mais qui semblent plutôt être de Crébillon le Fils". - Cioranescu (17. Jh.) II, 42451; Gay/Lemonnyer II, 828. - Leicht gebräunt, erster Titel etwas braunrandig.
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LESPINASSE, Julie de:
Lettres de Mademoiselle de Lespinasse, écrites depuis l'année 1773, jusqu'à l'année 1779; Suivies de deux chapitres dans le genre du Voyage sentimental de Sterne. (Publiée par Louise-Alexandrine de Guibert, avec une préface par B. Barère de Vieuzac). 2 Bände. Paris, L. Collin, 1809. VIII, 320 S.; 2 Bl., 322 S. Halbleder d. Zeit mit Rückenvergoldung (berieben, Ecken bestoßen, Rückenschilder fehlen). Erste Ausgabe. Die berühmten Liebesbriefe der Julie de Lespinasse (1732-76), Nichte u. Gesellschafterin der Madame de Deffand, später Herrin eines eigenen Salons u. enge Freundin d'Alemberts, sind bewegende "Zeugnisse ihrer glühenden und schmerzlich-hellsichtigen Leidenschaft" (KNLL) für den Grafen Guilbert. "Das Hauptkennzeichen dieser Briefe ist ... eine seltene "Beweglichkeit der Seele", verbunden mit der Unbedingtheit des Gefühls, das sich in jedem Augenblick rückhaltlos aussprechen muß" (KNLL). - Aus der Bibliothek von Franz Graf von Schönborn, mit gestochenem Wappenexlibris. - Gay/Lemonnyer II, 824. - Gleichmäßig leicht gebräunt u. vereinzelt fingerfleckig.
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MANUZIO, Aldo (u. Girolamo GIOVANNINI):
Eleganze scielte da Aldo Manutio. Con la Copia della Lingua Toscana, & Latina. Accresciute sotto i loro Capi dal M.R.P.F. Girolamo Capugnano, e da noi in questra nostra impressione da infiniti errori espurgate. Aggiontovi un breve Discorso intorno gli stati della smarrita Lingua Latina, e come si possa con la Copia de' Sinonimi, & uso delle Figure con leggadria, & eleganza variando l'elocutione, di nuovo scaturire suo antico Splendore. Venedig, Brigonci, 1665. Kl.-8vo. 47 S., 4 Bl., 504 S., 11 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Interimskartonage d. Zeit (berieben u. fleckig, Rücken mit altem Papier überklebt). Der Humanist Aldo Manuzio il Giovane (1547-97) war der letzte Sproß der berühmten Buchdruckerfamilie, Professor für Rhetorik u. ab 1590 Leiter der Vatikanischen Druckerei. Sein rhetorisch-stilistisches Handbuch des Lateinischen u. Italienischen, das er bereits als frühreifer Knabe erstellt hatte, war zuerst 1556 erschienen. Die vorliegende Ausgabe wurde durch Girolamo Giovannini da Capugnano vermehrt u. mit einem "Ragionamento Dell' Ampliare con varieta' l'elocutione Latine,& usare la Copia delle parole artificiosamente" versehen. Die Druckermarke zeigt eine kleine Ansicht des Zentrums von Venedig mit Markuskirche u. Markusplatz. - Leicht gebräunt u. durchgehend wasserrandig. Zu Beginn wenige Bl. mit kl. Wurmspur. 1 Blatt mit Eckabriß mit Buchstabenverlust, 1 Blatt des Inhaltsverzeichnisses lose.
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MARMONTEL, Jean François:
Joh. Franz Marmontel's sämmtliche prosaische Werke. Übersetzt von Christian Gottfried Schütz. Erster - zweyter Theil (mehr nicht erschienen) in 2 Bänden. Leipzig, Voss u. Comp. 1794-1795. XIV, 316 S., 2 Bl.; 3 Bl., 368 S., 1 Bl. Moderne Pappbände mit Rückenschild (Schnittfarbe unterschiedlich, Rückenschild von Band 2 lose). Erste Ausgabe der Übersetzung durch den Professor der Beredsamkeit u. Dichtkunst in Halle u. Jena u. Begründers der angesehenen "Allgemeinen Literaturzeitung", Chr. G. Schütz, der in seinem Jenaer Haus oft Goethe, Schiller, Humboldt, Fichte u.a. als Gäste begrüßen konnte. "Meisterhaft war sein Geschick der geschmackvollen Uebersetzung" (ADB), von denen jedoch sein Marmontel unvollendet blieb. Die beiden erschienenen Bände enthalten die ersten 12 der "Moralischen Erzählungen", die ein "Panoptikum der menschlichen Schwächen" darstellen u. - auf einer Gratwanderung zwischen Frivolität u. Rührseligkeit - auf unterhaltsame Weise Marmontels Absicht moralischer Besserung vortragen. - Goed. VII, 665, 267,4; Fromm IV, 16419; NKLL XI, 220. - Etwas gebräunt u. teilw. braun- u. fingerfleckig, vor allem Band 2.
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MENUDIER, J(ean):
Le genie de la langue françoise. - Die Natur der Französischen Sprach, das ist: Ihre Eigenschaften, Zierligkeit und Curiositäten. (Jena), Bielke, 1685. 12mo. 51 Bl., 295 (recte 625) S., 30 Bl. Halbpergament d. Zeit mit goldgeprägtem Supralibros (etwas fleckig u. berieben, Rücken oben mit Fehlstelle). Alphabetisches Verzeichnis der französischen Verben, wobei jeweils zahlreiche gebräuchliche Redewendungen und Redensarten (franz.-dt.) beigefügt sind. - VD 17 3:602237N. - Etwas gebräunt u. teilw. am Kopf knapp beschnitten. Der französische Titel mit Namenseintrag, kl., alt überklebter Dünnstelle u. verso mit Notizen in Tinte. Im Text zahlr. zeitgenössische Numerierungen in Tinte. - Mit inkomplettem Beiband: FENNE, Francisco de. Institutio linguae Gallicae, praeceptis brevissimis ac ordine meliori restitutis ... Nunc ab ipso auctore recognita, novis observationibus & colloquiis familiaribus locupletata. 2 Teile in 1 Band. Frankfurt u. Leipzig, J. S. Riechel, 1700. 6 Bl., 359 (statt 466) S., 1 Bl.; 2 Bl., 188 S. - Teil 1 ohne den Anhang mit einem nach Sachgruppen geordneten Verzeichnis von Wörtern und Redewendungen (Indiculus dictionum atque phrasium in familiari sermone occurrentium; 102 S.), außerdem fehlen 3 Bl. Register. - Etwas gebräunt u. teils knapp beschnitten, Titel von Tl. 1 mit teils ausgekratztem Besitzvermerk u. hinterlegter Dünnstelle.
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Schiller - RACINE, Jean B:
Phädra. Trauerspiel. Uebersezt von (Friedrich von) Schiller. Tübingen, Cotta, 1805. Kl.-8vo. 1 Bl., 215 S. mit französisch-deutschem Paralleltext, 4 Bl. Verlagsanzeigen. Bedruckte Originalkartonage (fleckig u. gering berieben, beide Deckel mit leichter Knickspur, Rückdeckelbezug an 1 Ecke mit Fehlstelle). Erste Ausgabe der Schillerschen Übersetzung. Das bei Trömel/Marcuse beschriebene Titelkupfer "fehlt übrigens, ebenso wie die (bei Trömel/Marcuse abgedruckte) Vorrede selbst, in sehr vielen Exemplaren", so auch hier. Goethe, seit 1791 Leiter des Weimarer Theaters, ging mit Schiller daran, das Repertoire durch Bearbeitungen auch französischer Stücke zu erweitern. Schillers letzte Arbeit als Übersetzer war, mehr dem Wunsch des Herzogs Carl August als den eigenen Neigungen folgend, die "Phädra" von Racine. Dies Stück, so Schiller, habe "unter allen französischen Trauerspielen sich nicht nur in Frankreich am Längsten in Credit erhalten ..., sondern (enthalte) auch wirklich das meiste dramatische Interesse". Schiller, dem wohl bewußt war, daß jeder "Uebersetzung mit Aufhebung des Alexandrinischen Reims (des französischen Originals) die ganze Basis weggenommen wird, worauf die Stücke erbaut wurden", entschied sich dabei dennoch für den im Deutschen flüssigeren Blankvers. Der Uraufführung der "Phädra" in seiner Bearbeitung wohnte Schiller noch bei, die zweisprachige Buchausgabe ist erst nach seinem Tod erschienen. - Goed. V, 234, 14; Trömel/Marcuse 270; Weltliteratur 216.4. - Teils
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STAEL, Anne Louise Germaine de:
Corinne ou l'Italie. 2 Bände. Paris, ohne Verlag, 1807. 329 (recte 429) S., 1 Bl.; 2 Bl., 504 S., 1 Bl. "Table", S. 507-511 (so wohl komplett). Moderne marmorierte Halbleder mit goldgeprägten blauen Rückenschildern. Ausgabe im Jahr der beiden Erstausgaben ("édition originale", erschienen im Februar 1807 ohne Verlagsangabe, und "Première édition officielle" im Mai 1807, beide Ausgaben in der "Imprimerie des Annales des Arts et Manufactures" zu Paris gedruckt). Dieser Druckvermerk findet sich in unserem Exemplar nur in Band 2, verso Zwischentitel. Die inoffizielle erste Ausgabe vom Februar 1807 war von der Autorin von Coppet bei Genf aus veranlaßt u. ganz ohne Verlagsangabe erschienen. - Vgl. Lonchamp 59 (vgl. auch 58) u. Vicaire 651. - Gering gebräunt. In Band 1 zwei Seiten mit roten Tintenflecken, Titel beidseitig gestempelt. Band 2 im Kopfsteg durchgehend braunrandig, Titel im Fußsteg mit Rest eines Papierschilds.
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STAEL, Germaine de:
De l'influence des passions sur le bonheur des individus et des nations. Lausanne, J. Mourer, Hignou et Comp. 1796. 376 S., 1 Bl. Errata (zwischen Titel u. S. 3 eingebunden). Moderner Pappband mit goldgeprägtem Rückenschild in Pappschuber. Erste Ausgabe, mit allen Kartonblättern, darunter dem Titel mit dem neuen Zitat "Quaevisit ... repertâ" u. ohne den obsolet gewordenen Vermerk "Première partie", da das Werk nicht beendet wurde. Den Teil über den Einfluß der Leidenschaften auf das Glück der Nationen hat Madame de Stael nicht mehr verfaßt. - Lonchamp, L'oeuvre imprimé de Madame de Stael, 29. - Ab S. 92 mit zahlreichen Unterstreichungen, meist dünn mit rostbraunem Buntstift, wenige auch in Tinte. 3 Bl. mit braunem Fleck im Seitensteg.
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(VOLTAIRE, François-Marie Arouet):
Sammelband mit 5 Schriften Voltaires aus den Jahren 1767-1768. Verschiedene Druckorte u. Verlage. Leder d. Zeit mit 2 Rückenschildern "Voltaire 53" u. "Mélanges" (berieben u. bestoßen, Rücken am Kopf mit großer Fehlstelle). Enthält in Bindefolge: 1. (VOLTAIRE, F.-M. A.; pseud.:) BOURDRILLON, J. Essai historique et critique sur les dissentions des eglises de Pologne. Basel (= Genf) 1767. 54, 4 S. - Erste Ausgabe des Textes, über den der Publizist und Kritiker Friedrich Melchior Grimm sagte: "Nous n'en avons qu'un seul exemplaire à Paris, et c'est un grand malheur: de tels écrits devraient être la nourriture du peuple; il en serait plus sage et meilleur" (zit. nach Bengesco). (der Text wurde 1768 im Band 7 der "Nouveaux Mélanges" nochmals abgedruckt und am 12. Dezember per Dekret des Vatikans auf den Index gesetzt). Die letzten vier Seiten enthalten einen Brief des Erzbischofs von Canterbury an den Erzbischof von Paris. - Bengesco 1746. - 2. LA GUERRE CIVILE DE GENEVE, ou Les amours de Robert Covelle. Poeme heroique avec des notes instructives. Besançon, N. Grandvel (= Genf?), 1768. XVI, 68 S. - Erste Ausgabe, erschien auch in einer Parallelausgabe mit 67 S. (ohne Errata). Bei unserem Exemplar zwischen Seite 66 u. 67 nochmals eingebunden die Seiten 3/4 und 13/14 mit leicht abweichendem Satz. - Teile des Gedichts hatten bereits Ende 1767 in Paris kursiert. "La guerre civile de Geneve" handelt von einem komischen Sittenskandal, der sich in Genf ereignet hatte. Ein Robert Corvelle gab zwar die Liebschaft mit einem Fräulein Cathérine Ferboz zu, nicht aber die Vaterschaft ihres Kindes. Nach alter Sitte sollte er Gott auf Knien um Vergebung bitten, doch er weigerte sich zu knien und kam ins Gefängnis. Schließlich bat er Voltaire um Hilfe, der mehrere lustige Flugschriften und das vorliegende Gedicht zu dem Fall schrieb. In dem Streit zwischen dem gestrengen Rat der Stadt und Corvelle, der die Bürger auf seiner Seite hatte, konnte Voltaire schließlich erfolgreich vermitteln und wünschte sich zur Belohnung die Wiedereröffnung des Theaters, was ihm gewährt wurde. Die vorliegende Druckvariante mit fünf teils in grotesker Manier gestalteten kleinen Holzschnitt-Vignetten (so zeigt die auf dem Titel Robert und die hochschwangere Cathérine) wurde bei Cramer gedruckt. - Bengesco 630 (gibt als Verlagsort Genf an); laut Weller, Druckorte II, 179 ist es Amsterdam. - 3. CONSEILS RAISONNABLES A MONSIEUR BERGIER, POUR LA DEFENSE DU CHRISTIANISME. Par une societé des bacheliers en théologie. Ohne Ort, Verlag u. Jahr (Genève 1768). 31 S. - Gegenschrift Voltaires auf die Angriffe des Abbé Bergier in seiner Publikation "La certitude des preuves du christianisme" (1767), in der er Voltaire u.a. wegen der "Philosophie d'histoire" und dem "Dictionnaire philosophique" scharf angegriffen hatte. Baron Grimm äußerte sich über Voltaires "Conseils" sehr lobend: "un morceau plein de solidité, de sagesse, d'éloquence, et une éloquence pathétique et touchante ... L'auteur y plaide avec une âme attendrie, mais pleine de force, la cause de L'humanité contre la dureté théologique". Eine "Response" auf Voltaires "Conseils" veröffentlichte Bergier 1769; auf dem römischen Index fand Voltaire seine Schrift ab dem 1. März 1770. - Bengesco 1761. - 4. (VOLTAIRE, F.-M. A.; pseud.:) St. HYACINTE. Le diner du comte de Boulainvilliers. Amsterdam, Rey, 1768. 48 S. mit Holzschnitt-Titelvign. - Edition im Jahr nach der Erstausgabe und in kleinerem Druck (48 statt wie meist 57 bis 60 S.). - Nicht bei Bengesco. - 5. LETTRES A SON ALTESSE MONSEIGNEUR LE PRINCE DE +++. Sur Rabelais et sur d'autres accusés d'avoir mal parlé de la Religion Chrêtienne. Amsterdam, Rey (= Genf), 1767. 2 Bl., 144 S. - Eine von zwei 1767 erschienenen Ausgaben - die andere erschien mit Verlagsort London in Duodezimo. Diese zehn Briefe über Rabelais, seine Vorgänger in Deutschland, über antike Fazetien, über Vanini, englische Autoren (u.a. Locke, Warburton, Bolingbroke, Wolston, Swift - mit eigenem Kapitel), die Deutschen, französische Autoren (St. Pierre, Bayle, Boulanger, Montesquieu, La Mettrie u.a.), die Encyclopédie, über die Juden, Ariel Acosta, Spinoza u.a. waren an den Prinzen von Braunschweig gerichtet. - Bengesco 1747. - Durchgehend gebräunt u. stockfleckig, teils mit bräunlichen Wasserrändern vor allem im Bundsteg.
Bestellnummer: 621174 - Aus Liste: Romanische Literatur und Sprachen Anbieter:
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(ZACHARIE DE LISIEUX; pseud.:) FIRMIANUS, Petrus:
Gyges Gallus. Accessere Somnia Sapientis. Paris, D. Thierry, 1658. 4to. 8 Bl., 561 S., 1 Bl. Moderner Pappband. Erste Ausgabe. Unter Verwendung des Motivs von Gyges und seinem unsichtbar machenden Ring wirft der Verfasser, der Kapuzinermönch Zacharie, recht freizügige und enthüllende Blicke in die Häuser seiner Zeitgenossen und entwirft so ein ziemlich drastisches satirisches Sittengemälde seiner Zeit. Literaturhistorisch gilt das Werk damit als ein Vorläufer von Lesages 'Hinkendem Teufel', der genau 50 Jahre später erschien. - Hayn/Got. IV, 557: "editio princeps rarissima"; Cioranescu III, 67442; vgl. Laporte, Bibl. clérico-galante 178 u. Quérard II, 43 (beide kennen nur die Duodez-Ausgabe von 1659); Gay/Lemonnyer II, 446 (franz. Ausgabe von 1663). - Stark gebräunt. Titel etwas fleckig u. mit späterem Eintrag in Tinte.
Bestellnummer: 621021 - Aus Liste: Romanische Literatur und Sprachen Anbieter:
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